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Das Achillion auf Korfu

Korfu hatte unter Kaisern und Königen gleich zwei glühende Bewunderer und Verehrer. Einmal Elisabeth, die Kaiserin von Österreich und zum anderen Wilhelm II., den letzten Kaiser Deutschlands und König von Preußen. Beide liebten diese Insel und waren Besitzer des einst durch Sissi in Auftrag gegebenen Achillion bei Gastouri, etwa 12 Kilometer von Korfu Stadt entfernt.

Achillion

Benannt wurde diese Sommerresidenz nach Achilles, dem Helden aus der griechischen Mythologie, für den die Kaiserin schwärmte. Elisabeth war sehr sprachbegabt und lernte Alt- sowie Neugriechisch. Homer war einer ihrer Lieblingsdichter und die Mythologie ein Gebiet, das sie sehr interessierte. 1861 besuchte sie Korfu wegen ihrer angegriffenen Gesundheit das erste Mal, verließ sie erst ein Jahr später wieder und besuchte sie fortan bis zu ihrem Tode noch mehrere Male. Der Kaiser selbst hingegen war nie auf Korfu.

Austellung im Achillion

Danach erwarb Wilhelm II. 1907 das Anwesen, das er schon immer bewundert hatte, von ihren Erben. Er baute es zu einem diplomatischen Zentrum aus und setzte der auf Wunsch der Kaiserin Elisabeth im Garten errichteten Statue des „sterbenden Achill“ seine eigene Vorstellung des griechischen Helden entgegen. Seit dem befindet sich außerdem eine elf Meter hohe Bronzestatue des „siegreichen Achill“ auf dem Gelände. Kaiser Wilhelm der II. verlor den Besitz nach Ende des Ersten Weltkrieges an den griechischen Staat, nachdem es vorher in ein Militärkrankenhaus für die französischen und serbischen Truppen umgewandelt wurde.

Nach Ende des Zweiten Weltkrieges wurde das Achillion Eigentum der griechischen Tourismusorganisation EOT, die es 1962 an ein Privatunternehmen abtrat und 1983 wieder übernahm. Seitdem dient es als Museum sowie Saal für private und öffentliche Veranstaltungen. Das Achilleion besticht durch seine schlichte Eleganz und wirkt, anders als andere Sommerresidenzen des Adels, weder protzig noch besonders prunkvoll. Es ist edel, aber nicht aufdringlich. Das dreigeschossige Bauwerk ist in einem so gepflegten Zustand, dass es wie neu wirkt.

Triumph des Achill

Die obersten Etagen des Achillion sind wieder der Öffentlichkeit zugänglich, so dass ein besonderes Kleinod, das Gemälde „Triumph des Achill“ nicht mehr nur durch ein Fenster im Innenhof der Anlage besichtigt werden kann. Im Museum, das sich im Erdgeschoss befindet, sind einige Stücke aus der Zeit Sissis und Kaiser Wilhelm ausgestellt. Vom Garten aus erschließt sich dem Besucher ein wunderbarer Blick über die Landschaft Korfus.